An die Gemeinde Februar 2016

Von der Umkehr in unserem Zeit-Gebrauch

Liebe Gemeinde,

wenn wir uns als Christen ernsthaft auf den Weg zum Oster-Ereignis machen, dann werden wir uns in der Parabel vom unfruchtbaren Feigenbaum (Lk 13,6-9) wiedererkennen. Der erste Schritt zu einer neuen Fruchtbarkeit (vgl. Röm 7,4f) wird sein, meine Lebenszeit als Geschenk Gottes anzunehmen. Ganz konkret kann dies geschehen als Kreuzzeichen am Morgen. Näher betrachtet kann sich unser bewusster Zeitgebrauch auf drei Ebenen auswirken:

  • Als Ergreifen meiner Zeit als Gottes Zeit für mich und mein Leben. (vgl. Ps 31,16). Hier gibt es viel zu schauen, zu staunen und zu fragen: Warum beschenkt mich Gott mit Lebenszeit mit allen ihren hellen und dunklen Stunden, mit meinen Schwächen und Stärken? Kurz: Welche Früchte erwartet dieser Gärtner „Gott“ vom Feigenbaum meines Lebens (vgl. Röm 13,11-14)?
  • Als Ergreifen meiner Zeit als Gottes Zeit für meine Nächsten. Meine Zeit – für die Lebenszeit anderer eingesetzt – ist die alles entscheidende Zeit, die eigentlich fruchtbare Zeit (vgl. Mt 25,31-46). Indem wir tatsächlich unsere Zeit mit anderen zubringen, entdecken wir die Dringlichkeiten, wo und wie unsere Zeit zur hilfreichen Zeit für die Nächsten werden kann.
  • Als Ergreifen meiner Zeit als ausdrückliche Zeit mit Gott. Wer tatsächlich seine Zeit als persönliches Geschenk Gottes erkennt, wird Kontakt mit diesem göttlichen Gärtner suchen, der ihm die Erntezeit stundet. Dieser Kontakt geschieht in den alltäglichen Rufen und Gesten des Gebetes – im Danken und Bitten, im Loben und Fragen.

 

Ich wünsche allen gutes Gelingen im neuen Umgang

mit der uns geschenkten Zeit

Ihr Pfarrer Peter Opitz

 

Das Sakrament der Buße und der Versöhnung empfingen am 30.01.2016:

Valentine Burock, Lia Eichner, Donata und Donatus Gockel,
Lena Jonczyk, Bennet Schuischel, Tim Seifert; alle Heidenau

 

Verstorben ist aus unserer Gemeinde:

+ Elfriede Hertel, geb. Tille, 85 Jahre,
am 15.12.2015 Heidenau R.i.p

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